FPV Freerider – Simulatortest

Modellflugsimulatoren sind besonders für Einsteiger eine sehr gute Alternative um Flugerfahrung zu sammeln, ohne dabei gleich großen Schaden an teuren Modellen anzurichten. Wenn die Landung im Simulator mal nicht gelingt, oder das Tor doch nicht so groß war wie man dachte und der Copter gegen eine Holzlatte knallt, dann kostet das nur den Stolz. Abgesehen davon ist ein Simulator wetterunabhängig und hat im Regelfall auch einige Einstellmöglichkeiten bezüglich Flugphysik usw.

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Wirklich Sinn macht ein Modellflugsimulator dann, wenn man einen entsprechenden Sender hat, den man über ein Interface mit dem PC verbinden kann. Bei mir hält meine altbewährte Multiplex Profi MC 3030 aus längst vergangener Zeit dafür her. In Verbindung mit einem Dongle (eigentlich für Aerofly entwickelt) lässt sich die Fernsteuerung für verschiedenste Simulatoren benutzen.

Nachdem mir die Einstellmöglichkeiten bezüglich FPV und die Flugphysik der vorhandenen Quadrocoptermodelle in Aerofly RC 7 Ultimate relativ schnell langweilig wurden, musste eine Alternative her – eine Alternative speziell für Leute wie mich, welche sich mit FPV auseinandersetzen wollen. Ein guter Kumpel empfahl mir das Programm FPV-Freerider – ein kleiner aber feiner Simulator um einen Spottpreis (5 Dollar). Sehr angenehm: es gibt eine gratis Demoversion als Download in der man den Simulator ausprobieren kann, lediglich die Anzahl der Szenarien und die Einstellmöglichkeiten sind beschnitten. Aber gleich nach dem ersten Ausprobieren war mir klar, dass die Vollversion her musste – welche übrigens weit über 5 Dollar wert ist.

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Die Verbindung meiner MC 3030 über den Aerofly Dongle funktionierte problemlos und die Kalibrierung des Senders geht ebenfalls relativ schnell von statten, wobei zu erwähnen ist, dass dies nicht zuletzt an den umfangreichen Einstellmöglichkeiten an der MC 3030 lag.

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Nach erfolgreicher Einrichtung darf auch schon losgelegt werden. 6 Szenerien  – von der großen Wiese bis hin zur Parkgarage lassen kaum FPV-Wünsche offen. Mein 6 Jahre alter Laptop kommt mit der Grafik nur in der niedrigsten Qualität ruckelfrei zurecht (i3 Prozessor, 4GB Ram, Nvidia Grafik), wobei erwähnt sei, dass selbst die niedrige Grafikqualität absolut nicht störend ist. Die Szenerien sehen sehr schön aus und es gibt keine Spur vom Pixelmeer. Zwar ist die Grafik nicht mit dem fotorealistischen Szenerien von Aerofly zu vergleichen, aber das ist auch gar nicht nötig.

Etwas schade ist die Tatsache, dass es nur einen Quadrocopter als Fluggerät zur Auswahl gibt. Der Fokus wurde hier ganz klar auf den Trainingseffekt gelegt. Auch Einstellungen bezüglich Wetter – insbesondere Wind vermisse ich ein wenig. Umso lobenswerter, dass die Flugphysik des Modells sehr einfach einzustellen ist, ebenso wie der Winkel der FPV Kamera, das Blickfeld, und die Ausschläge der verschiedenen Kanäle inklusive Exponentialfunktion. Des Weiterem kann man im Flug zwischen Leveled, Acro und 3D Mode (verstellbarer Rotorpitch – Rückenflugtauglich) mit wenig oder viel Ausschlag wählen.

 

Fazit:

FPV Freerider ist Alles in Allem ein eher puristischer aber einwandfrei funktionierender FPV Simulator mit garantiertem Suchtfaktor. Eine Fernsteuerung mit Interface – oder alternativ einen Playstation- oder Gamecontroller vorausgesetzt kann man grundlegende Befehle wirklich hervorragend einüben. Gerade in der Anfangsphase, aber auch bei Schlechtwetter kann man so seine Skills super trainieren. Schade, dass es keine Einstellmöglichkeiten zum Wetter gibt – das wäre eine echte Bereicherung!

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