Baubericht: Das Biest aus dem Drucker – 210er Frame “Plastic-Beast”

Dass 3D-Drucker nahezu unendliche schöpferische Möglichkeiten bieten ist ja bereits hinreichend bekannt. Kamera-Mounts, Akkuschutzhüllen, diverse Gehäuse, ja sogar Props aus dem 3D-Drucker sind längst keine Seltenheit mehr und als CAD-Datei gratis zum Download auf thingiverse.com zu finden. Beim Thema Quad-Rahmen scheiden sich aber schnell die Geister. So sind Frames aus dem Drucker oftmals als labbrige, flexende Plastikbomber verschrien. Auf einige mag das auch zutreffen, aber wir haben uns einen Frame gedruckt, der nicht nur von der Konzeption und dem Aufbau überzeugt, sonder vor allem auch in Sachen Stabilität.

the-beastDer Frame mit 210er Diagonale hört auf den Namen Plastic-Beast, und wurde vom Thingiverse-User “the_colorist” entworfen. Ziel war es, einen relativ leichten, aber vor allem stabilen Rahmen zu designen. Außerdem sollte es ein True-X Frame werden da das vorgesehene Einsatzgebiet Freestyle lautet. Was dabei herauskam kann sich sehen lassen: ein wohl durchdachter Rahmen, der stabilitätsmäßig an so manchen Carbonframe herankommt, dabei aber einen Bruchteil kostet (bei unserem Test-Frame sind es ca. 6,00 – 8,00 € Materialkosten).

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Um die Stabilität in der Verbindung von Hauptframe zur Topplate zu erhöhen wurden noch längliche Zusatzspacer hinzugefügt, welche ebenfalls gedruckt werden und zusätzlich zu den benötigten 4 Stk 35 mm Spacern eingesteckt werden. Natürlich gibt es auch Aussparungen für Akkustraps, separat druckbare Kamera-Mounts, sowie FC und VTX Befestigungen. Der Rahmen kann also gedruckt und ohne großartige Anpassungsarbeiten bestückt werden.

Was ihr zusätzlich für den Frame benötigt:

  • 4 x 35 mm Aluspacer
  • 8x Schrauben M3
  • 8x passende Beilagscheiben

 

Die Beilagscheiben sind dabei nur eine Empfehlung, um ein ausbrechen an den stärker beanspruchten Stellen zu img_2779vermeiden. Der Einbau des Equipments geht dank gut durchdachtem Aufbau recht rasch von statten. Die 2 zusätzlich gedruckten ABS-Spacer dienen gleichzeitig als Mount für die FPV-Kamera und die Arme besitzen bereits Vertiefungen für die Verbindung zwischen ESCs und Motor (ideal wäre für diesen Frame die Verwendung eines 4 in 1 Escs, oder noch besser eines Racecubes). Aber auch normale Mini-Escs lassen sich mit ein bisschen Tape gut in den Vertiefungen der Arme unterbringen.

Mit einem Gewicht von 105 g – 115 g ist das Plastic Beast ungefähr gleich schwer wie zB der Nighthawk 210 – und das bei einem Preis von 6,00 – 8,00 €. Die Möglichkeit sich jederzeit über Nacht einen neuen Frame drucken zu können, anstatt wochenlang auf das langersehnte Päckchen zu warten macht auch die ein oder andere Rahmenreparaturaktion nach wirklich harten Crashs wieder wett. Bei einem Rahmenbruch kann dieser einfach mit Aceton wieder zusammengeklebt werden, die Stabilität wird davon wenig bis gar nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Wer also einen 3D-Drucker sein eigen nennt, dem können wir das Plastic-Beast wirklich nur ans Herz legen. Und alle die vielleicht sogar schon eine Möglichkeit haben kaputte ABS-Frames und Props einzuschmelzen und erneut zu Filament für den Drucker zu machen kann man nur gratulieren – leider sind entsprechende Gerätschaften noch recht teuer, aber wir sind optimistisch, dass bald jeder den Propellerfriedhof zu einem neuen Recyclingquad zusammenschmelzen kann.

 

Auch in der Luft macht das Biest Spaß:

Hier noch einige Eckdaten für alle die sich selbst ein Biest drucken wollen:

  • Designer: the_colorist
  • Name: Plastic Beast
  • Diagonale: 210, True-X
  • www.thingiverse.com
  • Kosten Material: € 7,50
  • Gewicht: 105 – 115 g
  • Stromkosten: € 2,50
  • Bestes Material: ABS
  • Druckzeit: 20,5 h Hauptframe, 5h (Drucker: Zortrax M200)
  • Zusätzlich kaufen: 4 Stk Aluspacer 35mm, 8 x Schrauben M3, 8 x passende Beilagscheiben
  • Drucker: Zortrax M200, VKP ca € 2.000,-
  • Akkubefestigung: unten, Straps
  • Escs am besten 4 in 1 oder Race Cube

 

PS.: Du hast keinen 3D-Drucker und möchtest trotzdem Plastic Beast fliegen? Schreib uns doch einfach auf Facebook, Instagram oder per e-Mail !

 

 

 

 

 

 

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