Meine Drucker

Was ist eigentlich alles möglich?

3D Druck ist in aller Munde, und das aus gutem Grund. Das 3D Druckverfahren eröffnet ungeahnte Möglichkeiten. Neben dem Druck individueller Kleinteile ohne lange Lieferzeiten und “ausverkauft” – Benachrichtigungen machen es 3D Drucker möglich Formen zu produzieren die im Spritzgussverfahren nicht herstellbar wären. Die Erstellung des Bauteils Schicht für Schicht ermöglicht komplizierte Stützstrukturen innerhalb von Objekten – eine ideale Möglichkeit Gewicht und Material zu Sparen. Die Genauigkeit von modernen FDM Druckern ist enorm. Mein Hauptdrucker kann beispielsweise mit einer Schichtdicke von 0.05mm drucken – so können Teile mit ungeahnter Präzision hergestellt werden. Die Planung der Druckobjekte in CAD-Programmen wie Fusion360, Blender, etc. wird immer benutzerfreundlicher und so ist es möglich ein Teil zu drucken, am selben Tag zu testen und unmittelbar danach an exakt demselben Teil Verbesserungen am PC vorzunehmen um dieses anschließend optimiert nochmals zu drucken. “Rapid Prototyping” ist das Stichwort. Das einfache Nachdrucken kaputter Teile ist im Flugzeugmodellbau besonders praktisch, besonders wenn man gerne die ein oder andere Stolperlandung hinlegt.

Die Hindernisse

Das FDM Verfahren (Fused Deposition Modeling – Schicht für Schicht Verfahren) hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Der Markt wurde mit einem Überangebot an guten bzw. weniger guten China-Billig-Druckern überschwemmt. So bekommt man heute für ein paar hundert € brauchbare Geräte. Wer sein Gerät anschließen und gleich in ordentlicher Qualität losdrucken will muss allerdings nach wie vor etwas tiefer in die Tasche greifen, da 3D Druck immer noch eine Wissenschaft für sich ist. Die Parameter die einen erfolgreichen Druck von einem misslungenem Druck trennen sind kaum zu überblicken – es sind hunderte. Besonders bei ultraleichten Strukturen wie sie im Flugzeugmodellbau benötigt werden kann es schwierig werden brauchbare Ergebnisse zu erreichen. Die 3D Modelle müssen sorgfältig geplant sein und vor Allem für den 3D FDM Druck optimiert. Allzugroße Überhänge oder gar in der Luft schwebende Teile sind nicht möglich. Neben einem perfekt kalibriertem Drucker und optimierten Druckdaten ist die richtige Slicer Software essentiell – diese zerlegt das 3D Modell ist seine einzelnen Schichten und erstellt den für den Drucker lesbaren Maschinencode mit den einzelnen Anweisungen (GCODE). Für den Flugzeugdruck kommen hier sehr spezielle Einstellungen zur Verwendung, da die Teile aus Gewichtsgründen sehr dünnwandig gedruckt werden müssen, bei gleichzeitiger Maximierung der Schichthaftung.

Meine eigene kleine “Fliegerfabrik”

Für die Erstellung meiner Modelle nutze ich zweierlei Drucker. Ein Prusa i3 MK3 druckt alle Teile die nach allerhöchster Präzision verlangen – wie Tragflächenteile, feinmechanische Teile etc. Für die Innenteile nutze ich einen modifizierten Anycubic i3 Mega – dieser liefert zwar ebenfalls beeindruckende Druckergebnisse, kommt aber an den Prusa nicht heran. Zum Slicen verwende ich je nach Bauform des Werkstücks den Prusaslicer oder Simplify 3D – beides geniale Programme.

Als Material empfehle ich stets PLA, da dies meiner Erfahrung nach der Kunststoff ist der mit Abstand am Besten für Modellflugzeuge geeignet ist. Es lässt sich wunderbar drucken, besitzt die nötige Steifigkeit und hat die beste Layerhaftung bei der geringsten Tendenz zum Verzug (Warping). Der Nachteil an PLA ist die fehlende Hitzebeständigkeit. Wer vor hat sein Modell in der prallen Sonne im  Auto liegen zu lassen läuft Gefahr das Material zu überhitzen und Verformungen zu riskieren. Erlebt habe ich das selbst noch nie – es ist ja auch nicht sonderlich schwer den Kofferraum geöffnet zu lassen oder das Modell einfach aus dem Auto zu legen. Auch PETG konnte ich bereits testen. Dieser Kunststoff besitzt höhere Temperaturbeständigkeit bei ähnlichen Eigenschaften wie PLA. Leider werden die Drucke bei weitem nicht so schön und das Material flext sehr stark was es für viele Modelle unbrauchbar macht (es sei denn man möchte einen Gummiadler fliegen). Natürlich kommt es da aber ganz auf die Modell spezifischen Eigenschaften an (vor allem die Flächendicke). Verschiedenfärbige Filamente machen es möglich die Flugzeuge in den verrücktesten Farbkominationen zu drucken, als auch mit ausgefallenen Eigenschaften – zB im Dunkeln leuchtend, völlig durchsichtig, mit Thermokunststoff der sich bei Erwärmung über 20 Grad verfärbt, Metallickunststoff, etc.

Für nähere Infos oder Anfragen bezüglich 3D-Druck kontaktiere mich einfach: info@quadroholics.at

 

 

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